Reizung des Pes anserinus (Gänsefuß)

Anatomie


Der Pes anserinus (Gänsefuß) ist der Zusammenschluss der Sehnenstrukturen des M. semitendinosus, M. gracilis und M. sartorius. Die dreikantige Sehnenplatte setzt auf der Innenseite der Tibia (Schienbein) an.

Symptome


Patienten klagen über Schmerzen auf der Innenseite des Knies unter der Kniescheibe

Ursache


Eine Überlastung und somit eine Reizung des Pes anserinus entsteht meist durch eine Fußinstabilität, insbesonders bei einer Überpronation mit vermehrter Tibiainnenrotation. Ebenfalls kann eine Beckeninstabilität zu muskulären Dysbalancen führen und somit den Zug auf den Pes anserinus erhöhen und so zu Reizungen führen.

Diagnose


Meist kann die Diagnose anhand eines druckhaften Schmerzes unter der Kniescheibe festgestellt werden. Entzündungshemmende Salben können die Reizung lindern und anhand von Röntgenbildern und Magnetresonanztomographie (MRT) sollten andere Verletzungen (insbesondere mediale Meniskusläsionen) ausgeschlossen werden.

Therapie


Zu Beginn der Therapie sollte die Belastung reduziert werden und muskuläre Dysbalancen anhand von gezielten Stretching- und Kräftigungsübungen beseitigt werden.
Eine orthopädische Einlage, die eine Überpronation im Fußgelenk vermindert, ist ebenfalls zu empfehlen.

Auszuschließende Diagnose


Medialer Knieschmerz, Varusgonarthrose, Meniskusläsion

Bewegungsanalyse


Meist sind mehrere Faktoren für die Reizung des Pes anserinus verantwortlich. Häufig können wir ein Trendelenburgzeichen (Abkippen des Beckens zur Schwungbeinseite) in Verbindung mit einer Überpronation im Fuß feststellen. Hier sollte eine orthopädische Einlage sowie Kräftigungsübungen für die hüftstabilisierende Muskulatur in Verbindung mit Koordinationstraining durchgeführt werden.

Versorgung

Alltagseinlagen

Sporteinlagen